Ich bin AHF – Jenny Boyce: Als die Hoffnung sich ergriff

In Eblast, Ich bin AHF, Südafrika von Olivia Taney

Jenny Boyce Sie war von Anfang an dabei. Als eine der ersten Patientinnen von AHF in Südafrika – und weltweit – ist sie Patientin Nummer 21. Heute ist Jenny HIV-Aktivistin und AHF-Klientin und wird in unserer Reihe „Ich bin AHF“ porträtiert, die Menschen vorstellt, die sich täglich für die Rettung von Leben einsetzen.

Ende der 1990er-Jahre veränderte sich mein Leben schlagartig. Ein routinemäßiger Bluttest für meine Lebensversicherung brachte das Unfassbare ans Licht: Ich war HIV-positiv. Ich erinnere mich, wie der Arzt sagte: „Sie haben AIDS“, und dann war alles wie weggeblasen. Damals waren Angst, Stigmatisierung und Diskriminierung im Zusammenhang mit AIDS allgegenwärtig, und die Diagnose fühlte sich wie ein Todesurteil an. Als engagierte Aktivistin in der HIV-Prävention sah ich mich plötzlich mit genau der Realität konfrontiert, vor der ich andere so lange hatte bewahren wollen.

Ich stürzte mich in meine Arbeit und pflegte Menschen, die an AIDS starben, während ich meine eigene Diagnose völlig ignorierte. Ich verlor Familienmitglieder an die Krankheit, und jeder Verlust erinnerte mich schmerzlich an mein vermeintliches Schicksal. Dennoch weigerte ich mich, mich meiner Krankheit zu stellen. Diese Verleugnung hielt an, bis mein Gesundheitszustand rapide zusammenbrach. Ich erkrankte an Tuberkulose und Lungenentzündung und landete in kritischem Zustand im Krankenhaus. Ich hätte dort sterben sollen. Aber es sollte nicht sein. Nach zehn Tagen im bewusstlosen Zustand schickten mich die Ärzte nach Hause, um in Würde zu sterben – doch meine Familie gab nicht auf und kämpfte um mein Leben.

In dieser Zeit kreuzten sich meine Wege mit denen von AHF. In Südafrika war antiretrovirale Therapie Mangelware, insbesondere für Menschen ohne Geld. AHF wurde zu meiner Rettung. Als ich von AHF erfuhr, meldete ich mich sofort an. Diana HoorzukEine langjährige AHF-Vorstandsvorsitzende aus Südafrika und Angehörige meiner Gemeinde drängte mich, mich in der Klinik behandeln zu lassen. Im März 2002 begannen mein Mann und ich unsere Behandlung in der AHF-Klinik Ithembalabantu – „Die Hoffnung des Volkes“ – in Umlazi.

Ich werde meinen ersten Besuch nie vergessen. Ich war extrem krank, und der Gang in die Klinik fühlte sich an wie meine letzte Hoffnung. Der Raum roch nach Tod, und ich war ängstlich und verzweifelt durstig. Doch als unsere Namen aufgerufen wurden, begegneten wir so viel Freundlichkeit, Mitgefühl und Liebe, dass ich nach langer Zeit zum ersten Mal wieder Hoffnung verspürte. Die Veränderung kam schnell – meine Energie kehrte zurück, meine Haut heilte, und der Rest ist, wie man so schön sagt, Geschichte. Mehr als 22 Jahre später bin ich immer noch hier. Ich habe überlebt.

AHF hat mir nicht nur das Leben gerettet – es hat meine Sicht auf medizinisches Personal und HIV-Positive, mich selbst eingeschlossen, grundlegend verändert. Mein zweites Leben, meine zweite Chance, begann in dieser Klinik. Es war nicht nur Behandlung; es war Fürsorge, Hoffnung und Freude in diesem Raum. Ich bin unendlich dankbar.

Als Patient Nummer 21 von über zwei Millionen Menschen, deren Leben durch AHF verändert wurde, bedeutet mir das alles. Damals war die antiretrovirale Therapie verwirrend, beängstigend und aufgrund der Kosten oft völlig unerschwinglich. Der Gang in die Klinik in Umlazi fühlte sich wirklich wie meine letzte Chance an. Ich wollte leben. Ich kämpfte verzweifelt darum, am Leben zu bleiben.

Meine Erfahrungen mit AHF bestärkten mein Engagement für meine Gemeinde. Ich setzte meinen Aktivismus mit neuem Elan fort und nutzte meine Geschichte, um andere zu ermutigen. Ich sage den Menschen, dass Tests und der Beginn einer Behandlung Leben retten können. Mit der Zeit wurde ich zu einer Vertrauensperson, der die Menschen ihre Geschichten anvertrauten, und ich konnte sie – unabhängig von ihren finanziellen Möglichkeiten – zu AHF führen, um dort eine qualitativ hochwertige Versorgung zu erhalten.

Heute, als Großmutter, lebe ich weiterhin ein erfülltes Leben. Ich habe einen 20-jährigen Enkel und habe vor Kurzem eine Enkelin bekommen. Meine Familie erlebt meine Entschlossenheit jeden Tag. Manchmal fehlt mir zwar die Energie, aber ich nutze jede wache Stunde bestmöglich. Ich diene mit Demut und führe mit Zuversicht.

Meine Botschaft an alle Frauen – insbesondere an jene, die mit HIV leben – lautet: Liebt euch selbst so sehr, dass euch nichts, weder ihr selbst noch andere, schaden kann. Offenheit bedeutet Freiheit. Steht zu eurem Status, geht selbstbewusst durchs Leben und helft mit, das Stigma zu überwinden. AHF hat mir diese wichtige Stütze gegeben, und dafür werde ich ewig dankbar sein.

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