Thato Tsotako Sie ist die Präsidentin des Girls Act Maseru Chapters. Ihre Geschichte ist die nächste in unserer Reihe „Ich bin AHF“, in der wir bemerkenswerte Mitarbeiter, Klienten und Partner vorstellen, die sich täglich für das Richtige einsetzen, um Leben zu retten.
Ich war nur ein kleines Mädchen aus Ha Thetsane, das mit Bodyshaming und Missbrauch zu kämpfen hatte. Das Leben war nicht leicht. Ich kämpfte allein gegen Depressionen, lebte mit Selbstmordgedanken und erlebte mehr, als sich die meisten Menschen vorstellen können. Doch diese Herausforderungen haben mich zu der Frau gemacht, die ich heute bin. Ohne sie wäre ich nicht diese Frau. Einst war ich ein schüchternes, verletzliches Mädchen; jetzt bin ich eine erwachsene, selbstbewusste Frau, die Auszeichnungen entgegennimmt. Eine Führungspersönlichkeit. Eine engagierte Fürsprecherin.
Ich erfuhr zum ersten Mal von AHFs Girls Act-Programm durch Sebabatso Lentsoenyane, die Koordinatorin von AHF Lesotho. Sobald sie mir davon erzählte, war ich sofort begeistert. Ich dachte: Das ist meine Chance, mit Girls Act das Leben anderer Mädchen zu verändern.
Girls Act hat mir die Augen für die Realität von HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen geöffnet. Mir wurde bewusst, wie Schweigen und Stigmatisierung die Situation verschlimmern, und ich lernte, meine Stimme zu nutzen, um andere aufzuklären. Das Programm half mir, mein Selbstwertgefühl zu stärken, selbstbewusst in der Öffentlichkeit zu sprechen und Aufklärungsveranstaltungen für Gleichaltrige zu leiten. Ich habe gelernt, dass Führung mit Mut beginnt. Heute bin ich Präsidentin des Girls Act-Chapters in Maseru.
Einer meiner unvergesslichsten Momente war das Interview mit dem lesothischen Rundfunk und die Live-Sendung im Radio. Ich konnte es kaum fassen. Ich im Fernsehen, und ich sprach über Girls Act. Es fühlte sich surreal an.
Ich glaube, junge Menschen sind mächtige Akteure des Wandels. Wenn sie informiert und befähigt werden, können sie ihre Gleichaltrigen und Familien beeinflussen und sogar die Politik mitgestalten.
Ich habe mich für ein Studium am Lesotho College of Education entschieden, weil ich junge Menschen prägen und durch meine Lehrtätigkeit den Kreislauf der Fehlinformationen durchbrechen möchte. Bildung hat mir Selbstvertrauen und einen erweiterten Horizont gegeben. Sie hat mir gezeigt, dass wahre Führung auf Engagement und Wirkung beruht.
Der Studienabschluss bedeutet Unabhängigkeit, Erfüllung und die Fähigkeit, andere mit dem erworbenen Wissen zu unterstützen.
Als Leiterin von Girls Act lautet meine Botschaft an junge Mädchen: Eure Stimme zählt. Seid mutig, informiert euch und lasst euch niemals von irgendjemandem eure Träume nehmen, nur weil ihr Mädchen seid.
Im Rückblick würde ich meinem jüngeren Ich raten, an ihren Wert zu glauben. Ich würde sie daran erinnern, keine Angst davor zu haben, Fragen zu stellen oder eine Führungsrolle zu übernehmen.
Für meine Zukunft wünsche ich mir, ein Vorbild und eine Mentorin zu werden. Beruflich möchte ich Bildungs- und Gesundheitspolitiken mitgestalten, die junge Menschen, insbesondere Mädchen, stärken. Mit einem abgeschlossenen Diplom weiß ich, dass ich zu mehr fähig bin, und 2026 möchte ich mein Studium im Bereich Pädagogik fortsetzen.



