Angesichts der anhaltenden akuten Cholera-Krise und des Impfstoffmangels in Teilen Ost- und Südafrikas unterstützt die AIDS Healthcare Foundation (AHF) nachdrücklich die Bemühungen der Afrikanischen Zentren für Krankheitskontrolle und -prävention (Africa CDC), eine gemeinsame Beschaffung und Herstellung von essentiellen Impfstoffen auf dem Kontinent zu etablieren, und fordert die wohlhabenden Länder dringend auf, unverzüglich eine Notversorgung mit Impfstoffdosen bereitzustellen.
„Allein seit Anfang dieses Jahres sind in ganz Afrika fast 900 Menschen an Cholera gestorben. Der Impfstoff bietet insgesamt Wirksamkeit gegen schwere Erkrankungen – wenn diese Menschen die Chance hätten, ihn zu erhalten, wären die meisten von ihnen heute noch am Leben. Dies ist ein weiteres tragisches Beispiel für Ungleichheit in der globalen Gesundheit, dem die Afrikanische Union, das Africa CDC und die Staats- und Regierungschefs auf dem Kontinent Priorität einräumen und es so schnell wie möglich angehen müssen“, sagte Dr. Penninah Iutung, Leiterin des AHF-Afrikabüros. „Regionale Selbstversorgung durch die Produktion lebenswichtiger Impfstoffe und medizinischer Güter in Afrika sollte das Endziel sein – COVID-19 hat das deutlich gemacht.“ Initiativen wie die Gründung der African Medicines Agency sind ein Schritt in die richtige Richtung, aber wir müssen schneller voranschreiten – das Leben der Menschen steht auf dem Spiel.“
Laut Africa CDC gab es im Jahr 2023 in 19 afrikanischen Ländern fast 253,000 Cholerafälle und 4,187 Todesfälle. Die Bekämpfung der Cholera wird durch den Mangel an sauberem Trinkwasser und die unzureichende Abwasserinfrastruktur in vielen der betroffenen Gebiete erschwert. Um ein Beispiel für die Bewältigung dieser Probleme zu geben, unterstützte AHF im Jahr 2020 den Bau eines Trinkwasserbrunnens im nigerianischen Bundesstaat Benue.












