
Die AIDS Healthcare Foundation ( AHF ) begrüßte heute die jüngsten Unterlizenzvereinbarungen von Merck und dem Medicines Patent Pool (MPP) mit 27 Generikaherstellern zur Produktion des oralen COVID-19-Medikaments Molnupiravir. Dadurch erhalten 105 Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen (LMICs) Zugang zu dem Medikament. Die AHF appellierte zudem an Pfizer, Moderna und Johnson & Johnson, diesem Beispiel zu folgen und ihr Know-how und ihre Technologien zur Entwicklung von COVID-19-Impfstoffen weiterzugeben, damit LMICs lebensrettende Generika vor Ort herstellen können.
„Wir lobten Merck bereits im vergangenen Oktober für die freiwillige Lizenzvereinbarung mit MPP. Ihre Bemühungen tragen nun Früchte: Ein erschwingliches Generikum gegen COVID-19 wird in über 100 Ländern mit niedrigem Einkommen verfügbar sein“, sagte Dr. Jorge Saavedra , Geschäftsführer des AHF Institute for Global Public Health an der Universität Miami. „Wenn nun auch die drei großen Impfstoffhersteller von Merck etwas von diesem gesunden Menschenverstand und guten Willen lernen würden, könnte die Welt die Pandemie mit ausreichendem Impfstoffzugang in allen Ländern – nicht nur in den wohlhabenden – beenden.“
Indien und Südafrika brachten im Dezember 2020 einen Vorschlag der Welthandelsorganisation (WTO) zur Aufhebung des Schutzes geistigen Eigentums an COVID-19-Impfstoffen ein, der von über 120 Ländern unterstützt wurde. Trotz der eklatanten und unmoralischen Ungleichheit beim weltweiten Zugang zu Impfstoffen zwischen reichen und ärmeren Ländern haben weder Pfizer, Moderna noch Johnson & Johnson bisher Zugeständnisse gemacht, ihre Impfstoffrezepturen oder -technologien offenzulegen.











