AHF fordert die G20 im Lichte des Gipfeltreffens in Hamburg nachdrücklich auf, ihr finanzielles Engagement und die globale HIV-Reaktion zu verstärken

Im Rahmen der G20-Konferenz , global, veröffentlicht von AHF

HAMBURG (6. Juli 2017) Während der deutschen G20-Präsidentschaft wurde das Thema Globale Gesundheit erstmals auf die G20-Agenda gesetzt. Der Gipfel in Hamburg bietet Deutschland die einmalige Gelegenheit, im weltweiten Kampf gegen HIV/AIDS ein Beispiel für die übrigen G20-Staaten zu sein.

Während sich die G20 am 7. und 8. Juli in Hamburg trifft , ruft die AIDS Healthcare Foundation ( AHF ) in Europa Deutschland, China und andere G20-Staaten dazu auf, ihre Zusagen zu erhöhen und ihren fairen Anteil am Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria zu leisten . Die AHF ist der weltweit größte gemeinnützige Anbieter von HIV-Präventionsdiensten, -Tests und medizinischer Versorgung und betreut derzeit über 770.000 Patientinnen und Patienten in 39 Ländern, darunter 53.000 in Europa.

2015 startete die AHF die ambitionierte globale Kampagne „ Fund the Fund “, die insbesondere große Geber wie Deutschland, Japan und China dazu aufrief, ihre Beiträge zum Globalen Fonds zu erhöhen. Die langjährige Kampagne umfasste Demonstrationen vor Botschaften in über 20 Ländern, darunter auch Deutschland, Briefaktionen, Werbekampagnen sowie Treffen mit Botschaftsangehörigen und hochrangigen Entscheidungsträgern weltweit.

„Wir begrüßen Deutschlands Engagement im Rahmen der fünften Wiederauffüllungsrunde des Globalen Fonds im September 2016, als es seine Zusage um mehr als 30 Prozent erhöhte“, sagte Zoya Shabarova , Leiterin des AHF-Europabüros. „Die Kampagne ist mit diesem erfreulichen Ergebnis der deutschen Führungsrolle jedoch noch nicht beendet. Wir appellieren weiterhin an andere Länder wie China, großzügig zu sein und ihren fairen Anteil am Globalen Fonds zu leisten.“

UNAIDS schätzt, dass ohne einen raschen Ausbau der Hilfsangebote bis 2020 bis 2030 21 Millionen Todesfälle und 28 Millionen zusätzliche HIV-Infektionen drohen. In diesem Fall müsste die Welt bis 2030 jährlich zusätzlich 24 Milliarden US-Dollar für antiretrovirale Medikamente (ART) aufbringen. Eine rechtzeitige Aufstockung der Mittel für die Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria hingegen würde eine 15-fache Rendite der Investitionen erzielen.

„Wir bitten Deutschland und andere führende Länder weltweit, sich an die Gründe für die Unterstützung des Globalen Fonds bei seiner Gründung und an die Ziele zu erinnern, die die Welt damit erreichen wollte“, fügte Denis Godlevskiy , Europa-Direktor für Interessenvertretung bei AHF Europe, hinzu. „Wenn die Kürzungen der Mittel anhalten, sind diese beeindruckenden Erfolge gefährdet – wir könnten Milliarden von Dollar und, noch wichtiger, Millionen von Menschenleben verlieren. Die HIV-Epidemie ist nach wie vor die tödlichste der modernen Geschichte. Jedes Jahr sterben über eine Million Menschen an den Folgen von AIDS, und zwei Millionen infizieren sich mit HIV.“

Um dem ein Ende zu setzen, braucht die Welt eine starke und kontinuierliche Geldinvestition seitens Deutschlands, Chinas und anderer Mitglieder des G20-Blocks. AHF Europe fordert die G20-Mitglieder dringend auf, die Gesundheitsversorgung weiterhin auf der Tagesordnung des Weltgipfels zu belassen und dabei zu helfen, den Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria vollständig zu finanzieren.

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Referenz: Der Global Fund ist eine Organisation mit dem Ziel, das Ende der Epidemien AIDS, Tuberkulose und Malaria zu beschleunigen. Der 2002 gegründete Global Fund ist eine Partnerschaft zwischen Regierungen, der Zivilgesellschaft, dem Privatsektor und von den Krankheiten betroffenen Menschen. Der Globale Fonds sammelt und investiert jährlich fast 4 Milliarden US-Dollar, um Programme zu unterstützen, die von lokalen Experten in Ländern und Gemeinden durchgeführt werden, die es am meisten brauchen. Dank der vom Global Fund unterstützten Programme wurden weltweit über 470 Millionen Menschen auf HIV getestet. Etwa 8.6 Millionen Menschen erhalten eine lebensrettende antiretrovirale Therapie gegen HIV und 16 Millionen Menschen mit einer HIV-TB-Koinfektion wurden behandelt. Fast 3.3 Millionen Mütter wurden behandelt, um die Übertragung von HIV auf ihre Babys zu verhindern, und 560 Millionen Menschen mit Malaria wurden ebenfalls behandelt.

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